Termine - Sonstige Veranstaltungen


Jubiläumsfeier und Landestagung nun in Ichenhausen

Wichtige Punkte, neue Termine und Routineaufgaben bei Vorstandssitzungen

Das Bedeutendste zuerst: Da sich der Ortsverein Günzburg nach dem plötzlichen Tod des langjährigen Vorsitzenden Josef Lutz erst neu orientieren muss, wird nun der Krippenverein Ichenhausen die 86. Landestagung und das 100-jährige Verbandsjubiläum zum vorgesehenen Termin – also Samstag, 25. November 2017 – ausrichten. Dieses Thema dominierte bei zwei Vorstandssitzungen des Verbands, die am 3. Februar in Autenried und am 10. März in Horgau stattfanden.

Bei dem Treffen in Autenried charakterisierte Verbandspräsident Martin Martlreiter einleitend die schwierige Kriegssituation 1917 und die Person des Verbandsgründers, Pfarrer Alois Burger. Ein einfacher Geistlicher in Hochwang (heute ein Stadtteil von Ichenhausen) habe nach der Devise gehandelt: „Die großen Dinge können wir nicht ändern, aber durch unsere Freude an den Krippen etwas bewegen.“ Im „digitalisierten Krippenfreund“ könne man darüber „sehr gut und schnell viele Informationen“ finden.

Nachdem Geschäfts- und Kassenführerin Sandra Ellenrieder die Jahresrechnung 2016 und den Haushaltsplan 2017 erläutert hatte, erinnerte Präsident Martlreiter nochmals herzlich dankend an die Landestagung im vergangenen November in Fulda. Sie sei harmonisch und gut verlaufen, die Barockstadt sei sehr erlebnisreich und faszinierend gewesen.

Weitere Veranstaltungen und Überlegungen

Auch für 2018 wird die Landestagung schon vorbereitet: Sie findet am Samstag, 17. November, in Kempten statt. Bereits am 6. Juli 2017 wird nach der erweiterten Vorstandssitzung in Leitershofen eine Fortbildung zum Thema „Vereinsführung“ angeboten. Der Referent kommt vom „Institut für Beratung und Projektentwicklung, IBPro e.V., München.

Auch die Neuwahlen des Verbandsvorstands bei der Landestagung 2018 wurden bereits angesprochen. Die Ortsvereine sollten frühzeitig daran erinnert werden, dass sie Kandidaten vorschlagen können. Auf alle Fälle sollten sich die Kandidaten kurz vorstellen können, etwa schon bei der Obmännertagung im Juli in Leitershofen und bei der Landestagung in Kempten. Geklärt wurde außerdem, wer für den verstorbenen Josef Lutz als Beisitzer in der laufenden Wahlperiode nachrückt: Hans Hermann aus Landsberg am Lech.

Weitere Tagungspunkte beschäftigten sich u.a. mit dem Jubiläumsbuch, das vor allem dem Thema „Jahreskrippen“ gewidmet ist, mit kurzen Rückblicken auf die Alpenländische Krippenwallfahrt nach Stein am Rhein und den Weltkrippenkongress in Bergamo (über beides wurde bereits ausführlich im März-Heft berichtet) sowie mit Vorschlägen für Ehrungen. Mitgeteilt wurde auch: Wer sich an einer Krippenausstellung vom 8.12.17 bis 12.1.18 in Ponte San Pietro bei Bergamo beteiligen will, soll sich an Vizepräsident Klaus Porten wenden. Zur nächsten Alpenländischen Krippenwallfahrt wurde für 22. und 23. September 2017 nach Grödig im Salzburger Land eingeladen.

Bereits genaue Planungen für Ichenhausen

Bei der Vorstandssitzung in Horgau wurde vor allem die Verlegung der Jubiläumsfeier und der Landestagung besprochen. Nach etlichen Überlegungen beschloss man einstimmig, das Angebot des Ortsvereins Ichenhausen mit großem Dank anzunehmen. Ortsvorsitzender Michael Metz, auch Besitzer in der Verbandsvorstandschaft, konnte bereits einen detaillierten vorläufigen Ablauf vorschlagen. Die endgültige Information darüber erfolgt im September-Heft.

Außerdem wurde beschlossen, die geplante Broschüre zur Vorstellung der Ortsvereine zum Verbandsjubiläum aus mehreren Gründen nicht zu drucken. Es wurden keine sonstigen Wünsche und Anträge geäußert.

Guido Scharrer


„Großes hat hier ganz klein begonnen“

Festgottesdienst in Hochwang zum 100-jährigen Jubiläum des Krippenverbands

„100 Jahre Verband der Bayerischen Krippenfreunde lautet eine Erfolgsgeschichte.“ Dankbare Erinnerung und künftige Orientierung betonte Verbandspräsident Martin Martlreiter abschließend bei seiner Predigt zur Gründung der Bayerischen Krippenfreunde im Jahre 1917. Besonders gewürdigt wurde am 4. Februar 2017 in Hochwang die Persönlichkeit von Krippenpfarrer Alois Burger (1880-1953).

Zahlreiche Krippenfreunde füllten die spätbarocke Kirche in Hochwang, wo Pfarrer Burger von 1906 bis zu seinem Tode 1953 gewirkt hatte. Sehr herzlich wurden alle vom Verbandspräsidenten Martin Martlreiter und vom Ichenhausener Bürgermeister Robert Strobel begrüßt. „Ob Sie mit ihren Krippen die Menschen noch erreichen, ob Sie ankommen“, könne er nur mit einem klaren Ja beantworten, meinte dieser. Die Krippe sei ein Symbol für gute Freundschaft. „Machen Sie weiter so, dass Sie uns allen Freude bereiten“, appellierte der Bürgermeister. In Assistenz mit Diakon Edwin Rolf, geistlicher Beirat der Ichenhausener Krippenfreunde, zelebrierte Pfarrer Martlreiter einen feierlichen Gottesdienst. Vor dem Volksaltar war eine vom bekannten einheimischen Bildhauer Ludwig Vogele (1908-2000) handgeschnitzte Krippe aufgebaut.

„Heute wird in der Geschichte das Jahr 1917 als Schicksalsjahr betrachtet, denn gewaltige Entscheidungen und Ereignisse waren die Ursachen von gewaltigen Folgen“, begann der Verbandspräsident seine Predigt. Die „schrecklichen Verhältnisse“ mitten im Ersten Weltkrieg seien von Kämpfen und Toten an der Front, von der Oktoberrevolution in Russland und von Not und Hunger in der Heimat geprägt gewesen. Bei einem genaueren Blick auf das Jahr 1917 dürfe man aber die Erscheinungen in Fatima („ein prophetisches Jahr“) und – als Krippenfreunde – die Gründung des Verbands („ein hoffnungsvolles Jahr“) nicht vergessen.

Verschiedene Einflüsse und liebenswürdiger Charakter

Dem Kind Alois Burger sei in seiner Heimatpfarrei Seifriedsberg (Oberallgäu) der Brauch der Weihnachtskrippen nicht bekannt gewesen. Erst später habe er im Kemptener Krankenhaus und vor allem im Bayerischen Nationalmuseum in München in der Schmederer-Sammlung die Krippen bewundern können. Endgültig hätten anscheinend seine Pfarrkinder in Hochwang sein Krippenfieber ausgelöst. „Die Weihnachtskrippe findet daher liebevolle Pflege. So ziemlich in allen Häusern sind in der Weihnachtszeit kleinere und größere Krippendarstellungen zu sehen“, könne man in der Dorfchronik lesen. Letzter Anstoß und einflussreiches Vorbild seien die Kontakte zu den Tiroler Krippenfreunden für die Gründung des „Vereins bayerischer Krippenfreunde“ in Günzburg gewesen. „Die Krippe war nicht nur seine Freude, sondern entsprach seinem Anliegen der volksnahen Seelsorge und die Krippe zum Mittelpunkt der Familie zu machen“, betonte der Präsident.

Diese Herzensangelegenheit habe Pfarrer Burger so menschenfreundlich gemacht. „Er kannte die Sehnsucht nach den Hoffnungszeichen des Lebens, die Notwendigkeit in der Rauheit und Kälte der Zeit, die Wärme und Zuversicht des Herzens nicht zu verlieren.“ Der Krippenpfarrer habe sich selbst nur mit Papierfiguren begnügt, sei bescheiden, gütig und verstehend gewesen und habe mit „offenem Herzen“ geholfen, beteuerte Pfarrer Martlreiter und erzählte kurz einige Episoden. Die kleinen Impulse aus seinem Leben „können uns nachdenklich machen, anregen zur Nachahmung und ein Stück Trost und Zuversicht in unserer Zeit schenken“.

Anschließend fand am Grab von Alois Burger eine kurze Gedenkfeier statt. Vor allem auswärtige Krippenfreunde nutzten dann die günstige Gelegenheit, besondere Krippen im Pfarrhof Hochwang und in privaten Häusern der Umgebung zu besichtigen, immer wieder eine Augenweide im „Schwäbischen Krippenparadies“.

Guido Scharrer


Internationale Krippenwallfahrt ins Salzburger Land

Am 22. und 23. September 2017 nach Grödig am Fuße des Untersbergs

Zu einer an Kultur und Natur reichen und beliebten Region führt die Alpenländische Krippenwallfahrt am 22. und 23. September: Der Landeskrippenverband Salzburg lädt nach Grödig am Fuße des sagenumwobenen Untersbergs und damit auch in die besonders schöne Wallfahrtskirche St. Leonhard ein. Die Umgebung gehört zum Landschaft- und Pflanzenschutzgebiet Untersberg.

Einige Bauteile des vielbesuchten Gotteshauses, dem Patron der Tiere gewidmet, reichen noch auf die Romanik zurück. Harmonisch verbinden sich das Langhaus mit dem Triumphbogen und Chorraum aus der Gotik. Im Inneren kann man auch zahlreiche Votivbilder entdecken. 1644 wurde der markante viergeschossige Westturm errichtet und später mit einer Doppelzwiebel geschmückt.

Das genaue Programm:

Freitag, 22. September

19.00 Uhr Heimatabend im Gasthof Schorn (Anmeldung bis spätestens 8.9. unter info@groedig.net oder Tel. 06246 73570)

Samstag, 23. September

Besichtigung der Xandl Schäfer-Krippe und der Ölberg Krippe mit Führung

Ausstellung des Landeskrippenverbandes Salzburg am Fuße der Wallfahrtskirche

10.00 Uhr Festmesse in der Wallfahrtskirche St. Leonhard, bei Schönwetter am Kirchenvorplatz

12.00 Uhr Mittagessen in den umliegenden Gasthöfen (Schorn, Unterberg) mit Musik (Anmeldung ebenfalls zwei Wochen vorher: kleine Karte oder Wallfahrtsmenü 14.- bzw. 16.- Euro pro Person)

Nähere Informationen bei Tourismusverband Grödig, Gartenauerstr. 3, 5083 Grödig-St. Leonhard, Tel. 06246 73570, E-Mail info@groedig.net, Internet www.groedig.net/aktuelles


Lehrgang für Kursleiter in Kempten

Vom 2. bis 6. Oktober findet in Kempten wieder ein Kursleiterlehrgang im Auftrag des Verbands Bayerischer Krippenfreunde statt. Das Kursprogramm umfasst vier Kursabschnitte ein Kurs pro Jahr) mit je fünf Kurstagen bzw. 40 Arbeitsstunden (Einzelheiten dazu vgl. „Krippenfreund“ März-Heft 2017, Seite 28, unter Klüsserath). Der erfolgreiche Besuch des vierten Kursabschnittes schließt mit der Ernennung zum Krippenbaumeister ab.

Die Kursgebühr (je Kurs) beträgt 250,00 €. Der Verband gewährt für Mitglieder jeweils 100,00 €. Der Restbeitrag ist bei der Anmeldung zu entrichten. Der Preis beinhaltet das komplette Baumaterial einschließlich der Beleuchtung. Benötigte Werkzeuge werden zur Verfügung gestellt. Übernachtungskosten und sonstige Auslagen sind von den Kursteilnehmern selbst zu tragen.

Näheres im Internet unter www.krippenbauschule-hobbyschnitzer-kempten.de/kurse/ oder bei Georg Stechele, Jörgstraße 13, 87437 Kempten, Telefon 0831/76185.


Mit dem Heute das Morgen bauen -Viel Sehens- und Nachdenkenswertes bei der 85. Landestagung in Fulda

Der Feste wurden und werden in Fulda viele gefeiert: Vor, am und nach dem 12. November konnte man Spuren des nachgeholten Rosenmontagszugs, von Bräuchen zu St. Martin und natürlich auch schon Krippen entdecken: Am Samstag fand die 85. Landestagung des Verbands Bayerischer Krippenfreunde statt, bereits zum fünften Mal in Fulda, das sich den Bayern angeschlossen hatte. Die schönste hessische Barockstadt bewies wieder einmal nicht nur ihre bedeutende Krippentradition. Sie bot den Krippenfreunden auch berühmte kirchliche und weltliche Sehenswürdigkeiten: vom Dom, Michaelskirche, Stadtschloss bis zu Museen, Fachwerkhäusern und Gaststätten. Der Ortsverein unter Vorsitz von Jochen Happel hatte das Treffen engagiert, umsichtig und aufwändig organisiert.

Mit einem herzlichen Willkommen begrüßte im Fuldauer Dom die Geistlichkeit die zahlreichen Krippenfreunde. Der Festgottesdienst wurde gemeinsam von Stadtpfarrer Stefan Buß, Franziskanerpater Christoph Kreitmeir und Verbandspräsident Martin Martlreiter zelebriert und musikalisch vom Dompfarrchor gestaltet. Auch Bischof Heinz Josef Algermissen ließ Grüße übermitteln. Ihm sei das Anliegen der Krippenfreunde besonders wichtig. Betont wurde: „Jede Krippe spricht kein einziges Wort und ist doch so tiefergreifend.“

Den Weg des Bonifatius beschreiten

Ganz am Leben und Wirken des Heiligen Bonifatius (672-754), der im Dom beerdigt ist, orientierte sich die Predigt von Präsident Martin Martlreiter. Der große Missionar, Kirchenorganisator und Bischof habe viele Bistümer errichtet und erneuert, zahlreiche Kirchen, Quellen und Bäume erinnerten an ihn. Das Fällen der Donareiche (nahe Fritzlar in Nordhessen) bedeute aber mehr als nur der Sieg des Christentums über den Germanengott. „Aus dem Holz der Eiche, der Natur, wurde das Holz der Kapelle, der Kultur, des Glaubens.“ Man besinne sich heute wieder mehr auf die Natur, wie mit der Enzyklika „Laudatio si“ von Papst Franziskus, die sich mit aktuellen Themen der Schöpfungstheologie, der Umwelt, Ökologie und des Klimawandels befasse. Christliche Forscher und Erfinder aber „blieben nie im Augenblick hängen, sondern strebten und streben vielmehr zur Zukunft. Das Alte wird nicht weggeworfen, sondern erneuert.“ Bonifatius habe gezeigt, dass wir mit dem Heute das Morgen bauen sollen. Sowie in alten Legenden das Holz des Paradieses zum Holz der Krippe und des Kreuzes mutiert sei, werde die Donareiche nicht nur zur gefällten Form des Kreuzes, sondern eingebunden in ein neues Bauwerk der Kirche. Der Name Bonifatius (lateinisch „bonum facere“: Gutes tun) berge in sich die Wortbedeutung des Evangeliums: heilen, retten, erlösen. Der „Apostel der Deutschen“ habe die Donareiche fällen müssen, er habe sich aber nicht über sie erhoben. Eine verkehrte Achtsamkeit zerstöre nämlich mehr als sie heile. Blinde Arroganz führe unweigerlich in Chaos und Untergang. Zusammenfassend hob darum der Geistliche hervor: „Deshalb tut es uns gewiss gut, wenn wir den Bonifatius-Weg beschreiten, das Gute bewahren, die Welt erneuern und in Jesus Christus heilen und erlösen lassen.“

Lange Tradition mit Leben erfüllen

Vor dem Ehrenhof des Stadtschlosses stimmte schon die Stadtkrippe auf die Ausstellung ein: Die „Geburt Christi in barocker Art“, geschnitzt von Sebastian Pfeffer (Mittenwald), konnte bewundert werden. Im attraktiven Ambiente des Kaisersaals war die vielfältige Ausstellung vor allem Sybille Gärtner (1916-1992) zum 100. Geburtstag gewidmet. Die Krippenkünstlerin aus dem Rheinland hatte mit religiöser Empfindsamkeit zahlreiche Krippen für die Region Fulda, aber auch für das Ausland gestaltet. Daneben konnte man andere regionale Krippen, besonders recht typische aus der Rhön, traditionelle und moderne entdecken. Der Ortsverein hatte dazu eine Publikation herausgegeben.

Zur Eröffnung sprachen Vereins vorsitzender Jochen Happel, Stadtpfarrer Stefan Buß und Stadträtin Rita Lehmkuhl. Im Auftrag des Oberbürgermeisters und des gesamten Magistrats hob sie hervor: „Der Verband trägt eine lange Tradition weiter und sorgt dafür, dass sie immer wieder mit Leben erfüllt wird.“ Der Franziskanerpater Christoph Kreitmeir, bekannt durch viele Bücher und Vorträge, stellte sich als neuer Präses der Fuldauer Krippenfreunde vor. Passende Musik, speziell aus dem Barock und der Spätromantik, spielte Johannes Schubert mit seiner Altzither.

Nach dem Mittagessen im Parkhotel Kolpinghaus fand dort auch die Mitgliederversammlung des Verbands sowie der Festabend statt.

Krippenmusikal und Sehenswürdigkeiten genießen

Mit intensivem, stehendem Applaus wurde am späten Nachmittag die dynamische Abschlussveranstaltung gefeiert. Unter dem Titel „Vom Sinn der Weihnacht“ erfreute die Gruppe Virtuoso mit einer Reise auf den Spuren von Maria und Josef, bei der auch das verlorene Schaf Erna eine nicht unwichtige Rolle spielte. Das spritzige und doch besinnliche Krippenspielmusikal, das Steffen Dargatz komponiert und zusammen mit Markus Goldbach getextet hat, überzeugte auch durch den erfrischenden Einsatz der vielen Mitwirkenden und die frohe Botschaft: „In dieser Nacht ist etwas Wunderbares geschehen.“ Nicht wenige Krippenfreunde blieben noch bis Sonntag. Trauer und Entsetzen verbreitete vormittags die völlig überraschende Nachricht, dass der Günzburger Vorstand, Josef Lutz, plötzlich in Fulda gestorben war. Der langjährige Beisitzer in der Verbandsvorstandschaft hatte noch tags zuvor – engagiert wie immer – zur nächsten Landestagung und zum 100-jährigen Jubiläum des Verbands nach Günzburg eingeladen.

Bei fast frühlingshaftem Sonnen schein besichtigte man manche Sehenswürdigkeiten Fuldas, teils bei einer Stadtführung. Man wandelte auf den Spuren des heiligen Bonifatius, bestaunte die Michaelskirche (einst nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem erbaut), besuchte die historischen Räume und nochmals die Krippenausstellung im Stadtschloss, die frühere Krippe auf dem Frauenberg mit den menschengroßen gekleideten Wachsfiguren im Vonderau Museum oder spazierte durch die oft recht malerische Innenstadt. Und der eine oder andere soll sich einen mit Spezialitäten gefüllten Fuldaer Rucksack auch nach Hause mitgenommen haben.

Guido Scharrer


Gegenseitiger Kontakt wichtig und wertvoll - Aus der Mitgliederversammlung in Fulda – Ehrenmedaille für den Präsidenten

„Fulda ist immer eine Reise wert“, betonte einleitend Verbandspräsident Martin Martlreiter bei der Mitgliederversammlung in Fulda am 12. November um 14.30 Uhr im Parkhotel Kolpinghaus. Wie üblich und nötig wurden recht unterschiedliche Punkte behandelt: Über zuletzt Vergangenes wurde berichtet, vor allem aber auf Neues und Künftiges hingewiesen.

Von „ganzem Herzen her“ dankte der Präsident dem Ortsverein für die Organisation der Landestagung. Der Fuldaer Vorsitzende Jochen Happel freute sich, eine „rege Krippenkultur“ zeigen zu können. Wenn man aktiv ist, könne man auch junge Mitglieder gewinnen. Happel übermittelte außerdem „schöne Grüße“ der Fuldaer Stadtpfarrerin. Als originelles Gastgeschenk wurde vor allem an die Mitglieder der Verbandsvorstandschaft der legendäre Föllsche Rucksack verteilt, mit dem Schriftzug des Vereins geschmückt und gefüllt mit einer Brotzeit.

Kurze Grußworte für ihre Krippenverbände sprachen Norbert Hummel (Tirol), Hans-Jakob Achermann (Schweiz), Dr. Gerhard Lohmeier (Osnabrück) und Hans-Peter Kempen (Rheinland und Westfalen), der bereits zum nächsten Weltkrippenkongress unter dem Motto „Die Krippe verbindet“ vom 15. bis 19. Januar 2020 in Aachen einlud. Der Präsident des Weltkrippenverbandes, Johann Dendorfer, hatte ein Grußwort übersandt.

Nach dem Totengedenken dankte Präsident Martlreiter seinen Vorstandsmitgliedern und den Ortsvereinsvorsitzenden für ihr Engagement.

Die Krippe als Lehrmeister

Der Vorsitzende erinnerte dann an die überregionalen Hauptaktivitäten des zurückliegenden Jahres – wie Landestagung in Altötting, Krippenwallfahrt in die Schweiz, Weltkrippenkongress in Bergamo – und an die speziellen Verbandstätigkeiten, zu denen besonders der gegenseitige Kontakt gehöre. „Die Krippe ist ein Lehrmeister der Gemeinschaft und der Solidarität“, hob Martlreiter hervor. Damit würde man auch eingebunden in den Krippenverband, der momentan 4740 Mitglieder zähle. Wichtig sei die Vernetzung und Stärke der Ortsvereine. Der Präsident wies besonders auf die Zeitschrift „Der Bayerische Krippenfreund“ und die „einfach tolle“ Digitalisierung sämtlicher Hefte seit 1917 hin. „Machen Sie sich die Mühe, aus dieser Schatztruhe zu heben.“ Jeder Ortsverein erhielt dazu einen Stick, der mit einer Gebrauchsanleitung und einem Suchprogramm ausgestattet ist und damit zu Stichworten das Finden und Ausdrucken der gewünschten Artikel qualitativ ermöglicht.

Mitgeteilt wurde, dass die UN-FOE-PRAE die Krippe als immaterielles Gut von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkennen lassen will. Und zum 100-jährigen Verbandsjubiläum soll ein Buch zum Hauptthema „Jahreskrippen“ herausgegeben werden.

Die Jahresrechnung 2015 und den Haushalt 2016 stellte anschließend die Geschäftsführerin Sandra Ellenrieder vor. Die Prüfer Erhard Benz und Gerd Hirschmann bestätigten eine übersichtliche und exakte Kassenführung, so dass die Entlastung einstimmig erfolgte.

Die notwendige Satzungsänderung lediglich zu Begriffen erläuterte Vizepräsident Klaus Porten. Sie wurde einstimmig beschlossen. Die Satzung ist auf der Homepage des Verbands zu finden.

Einladungen nach Günzburg und Kempten

Zur nächsten Landestagung am 25.11.2017 lud Josef Lutz nach Günzburg ein, wo der Verband vor 100 Jahren gegründet worden war. Dazu wurde schon ein Flyer verteilt. Die Vorsitzende der Kemptner Krippenfreunde, Brigitte Schulz-John, warb für die Landestagung 2018, die am 17. November in Kempten stattfindet.

Mit der Ehrenmedaille des Verbands wurde Präsident Martin Martlreiter ausgezeichnet. Die Krippe gehört seit seinen Kindertagen zu seinem Leben. Seine breit gefächerten Fähigkeiten und Vorzüge fasste der Laudator, Schriftleiter Guido Scharrer, in der Schilderung von sieben Begriffen zusammen, der häufigsten Symbolzahl: der Seelsorger, der Engagierte, der Ausgleichende, der Humorvolle, der Krippenfreund, der Präsident, der Theologe. Sichtlich erfreut dankte der Präsident allen für das Vertrauen, die Treue und die Unterstützung.

Guido Scharrer


Lehrgänge für Kursleiter in Klüsserath

Die Kursleiterlehrgänge im Auftrag des Verbandes werden auch im Jahr 2017 weitergeführt. Die Teilnehmer sollen befähigt werden, in ihren Ortsvereinen selbst Krippenbaukurse zu leiten. Sie erhalten neben Grundkenntnissen weiterführende theoretische und praktische Kenntnisse zum Krippenbau. Die Kursleitung ist darauf bedacht, dass keine Einheitskrippen entstehen. Bei Heimatkrippen sollen die Kursteilnehmer die für ihre Gegend typischen Krippen bauen.

Das Kursprogramm umfasst vier Ausbildungsabschnitte: 1. Grundkenntnisse zum Bau verschiedener Modelle mit unterschiedlichen Materialien (Mauern, Erker, Fenster, Türen, Brunnen, Landschaftsteile mit Bachlauf und Brücke), Fassen der Modelle, Krippenbotanik. 2. Bau einer orientalischen Krippe in einem bestimmten Maßstab. 3. Bau einer heimatlichen Krippe in einem bestimmten Maßstab. 4. Selbständiger Bau einer Krippe nach eigenen Vorstellungen mit Abschluss als Krippenbaumeister. Zu den Kursabschnitten findet eine theoretische Einführung zum Krippenbau statt.

Kurs I: 17. bis 21.7.2017, Kurs II: 24. bis 28.7.2017, jeweils täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr. Kursgebühren 180,- €, Ort Krippenbauschule Klüsserath.

Auskünfte und Anmeldungen an: Klüsserather Krippenfreunde, Hauptstr. 83, 54340 Klüsserath, Tel. (06507) 939204, Homepage www.krippenverein.de, E-Mail kporten@gmx.de – Auf der Homepage finden sich auch noch andere Kurse.


Nachruf für Josef Lutz

Günzburg. Die Krippenfreunde, gegründet 1917, trauern um ihren langjährigen 1. Vorstand Josef Lutz. Am 13.11.2016 ist er inmitten der Vorbereitungen für das 100-jährige Jubiläum für uns alle unfassbar in Fulda, wo er an der Landestagung des Bayerischen Krippenverbands teilgenommen hat, verstorben.

Josef Lutz war seit 1977 Mitglied des Vereins. 1992 hat er als 1. Vorstand die Verantwortung für die Führung übernommen. Dieses Amt übte er nun fast 25 Jahre mit großem Engagement in vorbildlicher Weise aus. Sein Bestreben galt stets dem Ziel des Vereins, die Volkskunst des Krippenwesens und des Krippenbaus zu fördern sowie das bestehende Krippengut zu erfassen und zu erhalten. Hierfür organisierte er regelmäßig verschiedene Kurse, Ausstellungen und Ausflüge. Er war ein umsichtiger, tatkräftiger und äußerst zuverlässiger Vorstand. Mit seiner freundlichen angenehmen Art, gepaart mit hohem Sachverstand, war er auch unter den bayerischen Krippenfreunden sehr beliebt. So erleiden nicht nur die Günzburger Krippenfreunde, sondern alle bayerischen Krippenfreunde mit dem Tod von Josef Lutz einen herben Verlust. Für seinen unermesslichen Einsatz für das Krippenwesen, sein vorbildliches Engagement und seine Verdienste sagen wir ihm ein herzliches Vergelt`s Gott.

Bis zur Neuwahl ist Ansprechpartner der Günzburger Krippenfreunde: Manfred Wiedenmann, Am Burgstall 13, 89364 Rettenbach, Tel. 08224/967894,E-Mail manfred-wiedenmann@gmx.de

Manfred Wiedenmann


„... wenn wir gehen, dann sollen wir lachen ...“

Der Verband der Bayerischen Krippenfreunde sagt Herrn Josef Lutz Dank für seine Tätigkeit als Beisitzer in der Vorstandschaft. Seit 1998 hatte er diese Aufgabe inne und betreute dazu das umfangreiche Archiv des Verbands. Mit Tatendrang und Energie setzte er sich für das 100-jährige Jubiläum ein. Seine Krippen waren sortiert und geordnet. Sein letzter Gruß war ein Lächeln auf seinen Lippen: „Wir freuen uns, wenn viele nach Günzburg zum Jubiläum kommen!“ Vieles ist vorbereitet, wir dürfen das Begonnene weiterführen.

Gott lohne Deinen Einsatz, Deine Mühe und Deine Liebe zu den Krippen! Wir sind Dir verbunden und danken auch Deiner Frau für alle Unterstützung, die sie Dir immer zukommen ließ.

Verband der Bayerischen Krippenfreunde
für die Vorstandschaft
Martin J. Martlreiter, Präsident


Mit engagierter Passion für Passionskrippen

Zur Fortbildung „Passionskrippen“ des Verbands Bayerischer Krippenfreunde

Was sind denn Passionskrippen? Auch mancher eingefleischte Krippenfreund weiß mit diesem Begriff nichts oder nicht viel anzufangen. Dargestellt wird das Leiden, Sterben und die Auferstehung Christi, also Szenen vom Palmsonntag bis Ostermonat. Große Unterschiede ergeben sich damit zu den weitaus beliebteren Weihnachtskrippen, aber die „Fastenkrippen“ bieten zahlreiche neue Möglichkeiten für den Krippenbauer. Mit dieser Thematik in Theorie und Praxis beschäftigte sich intensiv die Fortbildung des Verbands Bayerischer Krippenfreunde, die am 7. und 8. April in und um Bamberg stattfand und von Schriftleiter Guido Scharrer und Vizepräsident Georg Beurer organisiert wurde.

„Ich wünsche für den Kurs viele Begegnungen und die wachsende Freude am Krippenbau und der -pflege“, betonte Präsident Martin Martlreiter in einem Grußwort. Ein weites Feld der Krippenkultur könne mit den Passionskrippen erschlossen werden. Hervorgehoben wurde: „1. Es ist wichtig, dass der biblische Befund gegeben ist. 2. Wir müssen immer darauf achten, was kann dargestellt und präsentiert werden, welche Themen sind dafür geeignet. 3. Das Thema Passionskrippen muss für unsere Zeit auch gedeutet werden, weil im Krippenbau eine Engführung auf Weihnachten dominiert. 4. Passionskrippen haben einen legitimen Platz in der Krippenkultur.“

Schon seit dem 16. Jahrhundert

Grundsätzliches versuchte Moderator und Schriftleiter Guido Scharrer im Detail zu klären. Nach einer differenzierten Begriffsanalyse wurde die Entwicklung erläutert. Es gebe schon bei frühesten Krippen im 16. Jahrhundert Hinweise auf Figuren zur Passion. Sie wurzelten vor allem in Passionsspielen, Karfreitagsprozessionen, Kalvarienbergen und Passionsaltären. Besondere Beliebtheit und durchaus weite Verbreitung hätten Passionskrippen im 18. und 19. Jahrhundert in Tirol, aber auch in Bayern erreicht. Speziell nach dem Zweiten Vatikanischem Konzil (1962-65) seien Passionskrippen ziemlich in Vergessenheit geraten, lebten aber in den letzten Jahrzehnten wieder auf. Der Referent schilderte kurz auch verwandte Erscheinungen wie Kreuzwege und Heilige Gräber.

Ausführlich zeigte Scharrer die Unterschiede zwischen Weihnachts- und Passionskrippen auf. Die einen wirken beispielsweise meist lieblicher und phantasievoller und orientieren sich an Freude und Gefühl, die anderen sind dramatischer und realistischer gestaltet und zielen mehr auf Sinnsuche und Beschäftigung mit dem Glauben ab. Passionskrippen bereiten zwar eher Probleme bei der Gestaltung und Anschaffung von Figuren, regen aber – speziell bei der Architektur – häufig zu größerer Kreativität an und ermöglichen eine noch reichlichere Fülle an Szenen, bis zu 30 und darüber. Ausstellungen von Passionskrippen können mit anderen religiösen Passions- und
Osterobjekten (z.B. Palmesel, Arma-Christi-Kreuze, Skulpturen und Ostereiern) oder dem Besuch von Heiligen Gräbern kombiniert werden. Abschließend illustrierte der Schriftleiter die Fülle von Passionsdarstellungen mit Fotos zu Passionskrippen aus ganz Bayern.

Weihnachtskrippen „umfunktionieren“

„Als ein Mann der ersten Stunde nach 27 Jahren Ausstellungsdauer“ zu Passionskrippen informierte Wilfried Kuntke (Bamberg) über seine Erfahrungen und gab vielseitige praktische Hinweise. Ein Großteil der Vereinsmitglieder sei damals skeptisch gewesen, „Neuland“ zu betreten. Unterstützt durch Kontakte zum Missionshandel, Kauf fremder Krippen und Ausleihe bei Freunden sei der Anteil der eigenen gebauten Krippen stetig gewachsen. Wichtig zur Gestaltung seien vor allem Beiträge im „Krippenfreund“, Bildbände über große Künstler, alte Reisebeschreibungen, sakrale Kunstwerke in Museen und Kirchen und besonders die Bibel gewesen. Orientalisch bekleidete bewegliche Figuren aus der Weihnachtskrippe hätten sich oft auch für die Passionskrippe geeignet, wenn man dazu als erstes einen erwachsenen Jesus erwerbe. Weitere Szenen würden durch zwei Soldaten möglich. Auch Kulissenteile könne man oft umfunktionieren. Kuntke betonte: „Natürlich ist die Gestaltung dem Geschehen anzupassen und erfordert vom Krippenbauer viel Kenntnis der Bibel, ein Auseinandersetzen mit der Landschaft des alten Israel und ein Sichhineindenken in die Zeit, in der Jesus gelebt hat.“ Die Vielzahl der Darstellungen ermögliche dem Krippenbauer, „aus dem Vollen zu schöpfen und seiner Phantasie und Kreativität freien Raum zu lassen, ohne jedoch den Boden der Bibel zu verlassen“. An Einzelbeispielen schilderte der Referent viele konkrete Veränderungen bei Passionsausstellungen im Lauf der 27 Jahre.

Wunderschönes, Ergreifendes und Erfüllendes

Begeistert erzählte Kuntke von den Besuchern. Zwar habe ihre Zahl nur etwa 15 Prozent im Vergleich zu den Weihnachtsausstellungen betragen. Aber diese „bejahenden Besucher“ seien eine große Bereicherung und ein beglückendes Erlebnis gewesen: meist noch nicht vom Glauben abgewandt, bibelkundig und also mit dem Thema vertraut, sachlich kritisch. Es hätten sich „befruchtende Gespräche und Diskussionen“ entwickelt, mit denen Aussteller und Besucher „ihr Wissen und ihr Krippenverständnis vervollkommnen konnten“. Im Bewusstsein der Öffentlichkeit und des Handels (dazu wurden etliche Firmen genannt) sei das Interesse an der Passionskrippe deutlich angestiegen.

„Wir wollen hier einen Denkanstoß und Ermutigung geben für andere, es auch einmal mit einer Passionskrippe zu versuchen oder einmal eine Ausstellung zu wagen. Oder in einer Weihnachtsausstellung eine bis zwei Fastenkrippen zu platzieren,“ fasste der Referent zusammen und hob hervor: „Die Arbeit mit Fastenkrippen ist etwas Wunderschönes, Ergreifendes und Erfüllendes, ein Angebot und Geschenk der Bibel an den Krippenbauer, das dieser nicht ausschlagen sollte.“

Der Veranstaltungsort wechselte am Samstag von einem Hotel in Kemmern nach Bamberg in die Kapelle des Förderzentrums für Hörgeschädigte und dann in die Maternkapelle. Schriftleiter Guido Scharrer referierte zunächst über das „Wiederaufleben der Heiligen Gräber“, in gewisser Art auch Passionskrippen, und zeigte dazu viele Fotos zu Beispielen in Bayern.

Intensive Gespräche mit Besuchern

Anschließend demonstrierten Siegfried und Gerhild Schmeller, dass Passionsszenen im weiteren Sinn fast eine „halbe Jahreskrippe“ bilden können. Dies bewiesen beeindruckende Dias von der vorbildlichen Jahreskrippe in Bad Tölz (früher in Haar) und auch von den Krippen-Ausstellungen „Credo - unser christliches Glaubensbekenntnis“ und „Rosenkranz“. Dazu hatte die Familie Schmeller in ihrem Buch „Krippen verkünden das Leben Jesus“ überzeugend geschrieben: „Das Zusammenspiel von Choreografie, Körperhaltung, Sprache der filigranen Hände [die Figuren stammen von Bildhauer Josef Hien aus Ottobrunn], des Gesichtausdrucks, Szenerie und nicht zuletzt die unterstreichende Lichtstimmung ermöglichen dem stummen Material die Verkündigung.“ Zur Passion beginnen die Szenen der Jahreskrippe mit „Der Auferweckung des Lazarus“ und zeigen beispielsweise auch „Jesus als Sieger über Tod und Teufel“, „Jesus als Gärtner“, „Die Erscheinung am See“ oder „Da gingen ihnen die Augen auf“. „Viele, viele Besucher“ seien zu den Ausstellungen gekommen, bei denen intensive Gespräche geführt wurden, denn „ein Bild möchte ein Stück des Glaubens erzählen“.

Die informative und vielschichtige Tagung endete mit dem Besuch der Bamberger Passions-Krippenausstellung, die 35 unterschiedlichste Darstellungen präsentierte. Hoch willkommen waren Kaffee und Kuchen, die von örtlichen Krippenfreunden spendiert wurden. Vor und nach der Fortbildung konnte man auch noch die Ausstellung „ ... und die Welt ward erlöst!“ in Forchheim mit Passionskrippen von Karl-Heinz Exner besichtigen.

Guido Scharrer


Bitte an Ortsvereine: Materialien für Verbandsarchiv


Um das Verbandsarchiv zu erweitern, sind wir auf die Hilfe aller Krippenvereine im Verband angewiesen. Für verschiedenste Gelegenheiten – auch im Hinblick auf das Verbandsjubiläum 2017 – ergeben sich gegenseitige Vorteile:

Was hätten wir gerne von jedem Ortsverein? (möglichst mit genauer Datierung)

• Protokolle von Vereinsgründungen und Satzungen

• Protokolle mit Aussagen zur Verbands-Mitgliedschaft

• Festschriften

• Zeitungsberichte

• Texte zu Ehrungen von verdienten Mitgliedern

• Fotos, Plakate, CDs u. ä.

Diese Aufgabe wurde Manfred Weber, Beisitzer der Vorstandschaft, übertragen. Er ist zu erreichen: Tel. 07357-2646, Handy 0151-19426071, E-Mail bmwad@t-online.de, 89613 Oberstadion, Graf-Wilhelm-Str. 9.

Mit diesen Arbeiten möchten wir sofort beginnen, damit sie bis Ende 2015 möglichst beendet sind.

Manfred Weber


Hinweise zur Haftpflichtversicherung des Verbands

Seit acht Jahren hat der Verband Bayerischer  Krippenfreunde eine Haftpflichtversicherung für alle Mitglieder beim Versicherungsbüro Gassenhuber (Grünwald) abgeschlossen. Darüber referierte Versicherungsfachwirt Günter Kerscher am 20. Juli bei der erweiterten Vorstandssitzung in Stadtbergen-Leitershofen und verteilte dazu ein Informationsblatt mit den wichtigsten Inhalten:

„Gegenstand der Versicherung: Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht des Verbands/Vereins aus der Durchführung seiner satzungs- bzw. verfassungsgemäßen Aufgaben, insbesondere aus
•der Durchführung von Krippenausstellungen mit allen Vor- und Nacharbeiten
•der Durchführung von Schnitzkursen, Krippenbaukursen
•der Durchführung von Veranstaltungen, Vorträgen, Vereinsversammlungen, Besichtigungen und ähnlichen
•der Durchführungen der Öffentlichkeitsarbeit

Versicherte Personen: Versichert ist der Verband/Verein als juristische Person. Versichert sind außerdem
•alle Funktionäre
•alle Mitglieder
•alle Helfer und sonstige neben- und ehrenamtlich Tätigen bei Ausübung von Tätigkeiten für
den Verband/Verein.

Deckungssummen: 5.000.000 EUR pauschal für Personen- und/oder Sachschaden, 50.000 EUR für Vermögensschäden, 3.000.000 EUR pauschal für Personen- und/oder Sachschäden (bei Schäden bei öffentlichen Veranstaltungen).

Besonderheiten: Der Versicherungsschutz gilt weltweit. Eingeschlossen sind Schäden an für Vereinszwecke gemieteten, geliehenen oder sonst überlassenen Sachen bis 300.000 EUR für Immobilien und 5.200 EUR für bewegliche Sachen (ausgenommen Zelte, Kraftfahrzeuge aller Art und Fahrräder). Versichert ist das Abhandenkommen fremder Schlüssel bis 2.500 EUR. Von jedem Schaden hat der Versicherungsnehmer 10 %, mind. 50 EUR, höchstens 500 EUR, selbst zu tragen.“

Das Versicherungsbüro wird dem Verband ein Angebot unterbreiten, in dem die Höhe der Schlüsselverlustversicherung auf 15.000 EUR angehoben wird. Auch ein Merkblatt zur Versicherung von Krippenausstellungen, um die sich jedoch die einzelnen Vereine selbst kümmern müssen, wurde an die Ortsvorsitzenden verteilt. Bei Fragen kann man sich an das Büro Gassenhuber GmbH, Postfach 1114, 82025 Grünwald, Tel. (089) 641895-18, Fax (089) 641895-15, E-Mail gassenhuber@t-online.de wenden.

Guido Scharrer


Wer ist zuständig für was?


Neben den üblichen Aufgaben der Vorstandschaft (vgl. Satzung auf der Homepage) sind auch einige spezielle Aufträge teilweise neu verteilt worden. Um Irrläufern oder Umwegen vorzubeugen, bitten wir – im gegenseitigen Interesse – Folgendes zu beachten. Ausschließlich zuständig:

  • Beitritt Verband, Änderungen von Adressen (auch für die Homepage) u.ä.: Geschäftsführerin Alexandra Ellenrieder
  • Redaktionelles Zeitschrift, Redaktionelles (außer Personalien) Homepage: Schriftleiter Guido Scharrer
  • Inserate Zeitschrift: Vizepräsident Klaus Porten

Die genauen Anschriften finden sich fast alle im Impressum auf der vorletzten Seite des „Krippenfreundes“ und auf der Verbandshomepage.


Aktualisierung Vereins-Vorstellung auf der Verbands-Homepage


Eine nicht oder nur nachlässig aktualisierte Homepage ist oft nur halb so viel wert. Wir bitten, besonders manche Vereins-Kurzvorstellungen auf der Verbandshomepage – auch in Ihrem Interesse – auf den neuesten Stand zu bringen. Meist ist nur die Änderung einer Zahl oder zum letzten Satz der Vereinsgeschichte nötig. Bitte melden Sie Neuerungen oder Fortentwicklung immer möglichst bald an die Redaktion der Zeitschrift. Danke!


Wer hat alte "Krippenfreunde"?


Um das Archiv des Verbands der Bayerischen Krippenfreunde zu ergänzen, werden die Nummern 1 bis 101 der Zeitschrift gesucht. Der "Bayerische Krippenfreund" (teilweise auch unter etwas anderem Titel) erscheint seit der Verbandsgründung, also seit 1917. Wer kann kostenlos oder auch gegen Gebühr alte Nummern abgeben? Das Verbandsarchiv wird betreut von Josef Lutz, Ulrichstraße 10, 89312 Günzburg, Tel. 08221/4654, Fax 08221/8190, E-Mail lutzjos@t-online.de



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