Verband - Die Geschichte

100 Jahre Verband Bayerischer Krippenfreunde

Unter der Devise „Gebt uns die Krippe wieder“ gründete der Hochwanger Pfarrer Alois Burger am 4. Februar 1917 den Verein (heute Verband) Bayerischer Krippenfreunde in Günzburg.


Pfarrer Geistlicher Rat Alois Burger, Gründer und erster Vorsitzender
Pfarrer Geistlicher Rat Alois Burger, Gründer und erster Vorsitzender

Laut erster Satzung galt als Hauptzweck „die Erhaltung, Förderung und Fortentwicklung der Weihnachtskrippen in Bayern sowie der religiösen Krippenkunst“.

Bald bildeten sich Ortsvereine, und viele Mitglieder aus Süddeutschland, aber auch aus Norddeutschland und dem Ausland schlossen sich an.

Auch bekannte Künstler wie Sebastian Osterrieder, Philipp Schumacher, Otto Zehentbauer, Wilhelm Lessig und später Josef Hien, Ludwig Vogele, Sebastian Pfeffer, Herbert und Tobias Haseidl sowie Norbert Tuffek prägten die Verbandsgeschichte mit.

Unter dem NS-Regime litt der Verband zunächst unter Schikanen und wurde dann verboten. Zahlreiche Krippen wurden vor allem in den Bombenangriffen auf große Städte zerstört. Die Amerikanische Militärregierung genehmigte anfangs Juni 1946 die Weiterführung des Gesamtverbands.


Erste Nummer der Verbandszeitschrift nach dem nationalsozialistischem Regime
Erste Nummer der Verbandszeitschrift nach dem nationalsozialistischem Regime

Besonders von den 60er bis in die 80er Jahre musste sich der Verband mit den Krisen und Veränderungen der Krippenkultur auseinandersetzen, bedingt durch kirchliche Liturgiereformen und den allgemeinen Werte- und Strukturwandel.

In den vergangenen drei Jahrzehnten entwickelte sich eine beachtliche Renaissance der Krippen. Der Verband weitete auch die überregionalen und internationalen Verbindungen aus, organisierte u.a. drei Weltkrippenkongresse 1961 in München, 1979 in Nürnberg und 2008 in Augsburg und ist verflochten mit Krippenbauschulen und Krippenmuseen.

Die vielfältigen Verbandsaktivitäten spiegeln sich besonders in der Zeitschrift „Der Bayerische Krippenfreund“ wider, die seit 1917 besteht, nicht nur über Weihnachtskrippen berichtet und analysiert, sondern u.a. auch über Passions- und Jahreskrippen, Christkindl, Heilige Gräber und Klosterarbeiten. Alle Hefte sind seit kurzem digitalisiert und können auch mit einem Suchprogramm ausgewertet werden.

Als Vorsitzende, seit längerem Präsidenten genannt, fungierten Pfarrer Alois Burger (1917-1924) in Hochwang, Prälat Dr. Michael Hartig (1924-1948) in München, Pfarrer Johann Freitag (1948-1968) aus Franken, Prälat Erich Lidl (1968-1996) aus Schwaben, Geistlicher Thomas Frauenlob (1998-2008) aus Oberbayern und seit 2008 Pfarrer Martin Martlreiter aus Niederbayern.

2010 gab der Verband jeweils in hoher Auflage das Buch „Geschichte der Krippe in Bayern“ (P. Riolini / G. Scharrer) und 2017 das Buch „Jahreskrippen“ (G. Scharrer / M. Martlreiter / W. Hammer) heraus.


Fachbuch des Verbands (2010) zur Geschichte der Krippe in Bayern
Fachbuch des Verbands (2010) zur Geschichte der Krippe in Bayern

Dem Verband (Stand 2017) gehören 44 Ortsvereine und die Arbeitsgemeinschaft Sudentendeutscher Krippenfreunde und damit insgesamt fast 5000 Mitglieder an. Ziel ist die „Pflege, Förderung und Weiterverbreitung der Krippe auf religiöser, künstlerischer und volkskundlicher Grundlage“. Als „zwei unverzichtbare, tragende Säulen“ gelten starke Ortsvereine sowie eine aktive und handlungsfähige Verbandsvorstandschaft.

Nähere Informationen und weitere Details finden Sie im Artikel zu unserer Geschichte aus unserem Buch "Jahreskrippen".



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